iPhone 16 Pro im Test: Lohnt sich der Kauf noch in 2026?

iPhone 16 Pro im Test: Lohnt sich der Kauf noch in 2026?

Das iPhone 16 Pro ist seit Herbst 2024 auf dem Markt, und inzwischen taucht es auf dem Refurbished-Markt für deutlich unter dem Neupreis auf. Gleichzeitig hat Apple das Gerät gerade erst offiziell in seinen eigenen Refurbished Store aufgenommen. Die Frage, ob sich das iPhone 16 Pro 2026 noch lohnt, ist also hochaktuell, vor allem für alle, die kein iPhone 17 Pro zum Vollpreis kaufen wollen.

Kurze Antwort: Ja. Das iPhone 16 Pro ist 2026 ein sehr starker Mittelweg: besser als das 15 Pro in allen relevanten Bereichen, deutlich günstiger als das iPhone 17 Pro und mit vollständiger Apple Intelligence Unterstützung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Lohnt es sich noch? Ja. Als refurbished Gerät bietet das 16 Pro nahezu alles, was das 17 Pro kann, zu einem spürbar niedrigeren Preis.
  • Design: Gleiches Titangehäuse wie das 15 Pro, minimal größeres 6,3-Zoll-Display mit noch schlankeren Bezels.
  • Display: ProMotion bis 120 Hz, Always-On-Display, bis auf 1 Nit abdimmbares OLED, das bis 2.000 cd/m² aufhellt.
  • Performance: A18 Pro Chip, mit vollständiger Apple Intelligence Unterstützung und 8 GB RAM.
  • Kamera: 4K/120fps Dolby Vision, 5x Telezoom, neuer Tone-Control für natürlichere Fotos ohne flache HDR-Optik.
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Design: Bekannt, aber verfeinert

Wer ein iPhone 15 Pro kennt, wird das 16 Pro auf den ersten Blick kaum unterscheiden. Beide bestehen aus Titanium, beide haben das gleiche Flat-Edge-Design, beide fühlen sich hochwertig an. Der einzige äußerlich sichtbare Unterschied: Das 16 Pro ist mit 6,3 Zoll etwas größer als das 15 Pro mit 6,1 Zoll, die dünneren Bezels sorgen aber dafür, dass das Gerät nicht groß wirkt.

Neu hinzugekommen ist der Camera Control Button auf der rechten Seite, ein kapazitiver Auslöser, der zusätzlich zum Action Button sitzt. MKBHD beschreibt ihn in seinem Review als "finicky" und ist der Meinung, dass ihn 99 Prozent der Nutzer am Ende nur als einfachen Kameraauslöser verwenden werden. Was aber trotzdem nützlich ist: Er ermöglicht, die Kamera deutlich schneller in Landscape-Position zu bedienen, und lässt sich auf andere Apps ummappen.

Der Wechsel von Blue Titanium (iPhone 15 Pro) zu Desert, Natural, White und Black Titanium (iPhone 16 Pro) ist Geschmackssache. Die neuen Farben wirken klassischer, das Blue Titanium des Vorgängers hatte mehr Persönlichkeit.

Display: Minimal größer, spürbar besser im Dunkeln

Das 6,3-Zoll-OLED-Display des 16 Pro bringt gegenüber dem 15 Pro eine nennenswerte Neuerung: Die Mindesthelligkeit sinkt auf 1 Nit. Das klingt technisch, macht im Alltag aber einen echten Unterschied, vor allem beim nächtlichen Scrollen, ohne den Partner zu blenden.

ProMotion mit 1 bis 120 Hz und Always-On-Display sind identisch zum iPhone 15 Pro. Die maximale Helligkeit liegt bei rund 2.000 cd/m², ebenfalls auf demselben Niveau. Der Größensprung von 6,1 auf 6,3 Zoll ist minimal und fühlt sich in der Hand kaum anders an, da die Bezels geschrumpft sind.

Performance: A18 Pro und 8 GB RAM als Fundament für Apple Intelligence

Der A18 Pro Chip im 16 Pro ist Apples erste Generation, die von Grund auf für Apple Intelligence ausgelegt wurde. Der Unterschied zum A17 Pro ist im Alltag laut MKBHD kaum spürbar. Wichtiger ist ein anderes Detail: Alle iPhone 16 Modelle haben erstmals einheitlich 8 GB RAM, was Apple Intelligence erst ermöglicht.

Was das für 2026 bedeutet: Das iPhone 16 Pro ist zukunftssicher. Es empfängt alle aktuellen Apple Intelligence Features, die beim Launch 2024 noch gar nicht vollständig vorhanden waren, aber inzwischen via iOS-Updates nachgeliefert wurden. Nilay Patel von The Verge hat damals festgestellt, dass das 16 Pro beim Launch das unfertigste neue iPhone war, das Apple je veröffentlicht hat. Das hat sich inzwischen erledigt.

Die Thermik ist gegenüber dem iPhone 15 Pro deutlich verbessert. Beim iPhone 15 Pro gab es Berichte über Überhitzung bei intensivem Gaming, beim iPhone 16 Pro ist das kein Thema.

Kamera: Der eigentliche Grund für ein Upgrade

Die größte Verbesserung des iPhone 16 Pro gegenüber dem iPhone 15 Pro steckt nicht im Chip, sondern in der Kamera, und zwar an einer unerwarteten Stelle. Apple hat die "Photographic Styles" grundlegend überarbeitet und einen neuen Tone-Control-Regler eingeführt. Der erlaubt es, Schatten und Kontraste nach dem Aufnehmen anzupassen, also genau das Gegenteil von dem, was iPhones lange kritisiert wurde: zu flache, zu aufgehellte Bilder ohne echten Kontrast.

MKBHD beschreibt diese Kontrolle als "wirklich nützlich" und hat sie auf rund -0,5 eingestellt, um konsistent natürlichere Fotos zu bekommen. The Verge waren in ihrem Review der Meinung, dass genau dieser eine Regler das Upgrade auf ein 16 Pro rechtfertigen könnte, wenn einem die Kameraqualität wirklich wichtig ist.

Hinzu kommt 4K/120fps Dolby Vision Video, eine Funktion, die beim iPhone 15 Pro nicht vorhanden ist. Wer viel filmt und flüssige Zeitlupen oder hochwertige Slowmotion-Clips braucht, bekommt hier einen echten Mehrwert. Der 5x Telezoom ist zudem identisch mit dem des iPhone 15 Pro Max, steht aber jetzt bereits im kleineren iPhone 16 Pro zur Verfügung. Und die 48-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera ist neu, auch wenn der Unterschied zum iPhone 15 Pro-Ultrawide vor allem tagsüber sichtbar ist.

Akku: Deutlich besser als beim Vorgänger

Der Akku des iPhone 16 Pro ist rund 9 Prozent größer als beim iPhone 15 Pro. Das klingt nach wenig, macht sich aber im Alltag bemerkbar. Apple gibt 23 Stunden Videowiedergabe an, gegenüber 20 Stunden beim iPhone 15 Pro.

Dazu kommt schnelleres Laden: MagSafe lädt jetzt mit bis zu 25W statt 15W, kabelgebunden sind bis zu 45W möglich. Das mitgelieferte Kabel unterstützt die hohe Geschwindigkeit allerdings nicht, ein schnelles USB-C-Ladegerät muss separat besorgt werden.

Lohnt es sich zu warten?

Das iPhone 17 Pro bringt vor allem einen neuen 48-Megapixel-Sensor, einen A19 Pro Chip und ein überarbeitetes Design mit Aluminiumrahmen statt Titanium, was nicht alle als Fortschritt sehen. Jon Adams ist der Meinung, dass für 99 Prozent der Nutzer das 16 Pro Max das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und empfiehlt, die gesparten 400 Euro lieber für Zubehör zu nutzen.

Wer auf ein komplett neues Formfaktor-Erlebnis wartet, etwa ein faltbares iPhone, sollte noch etwas Geduld haben. Alle anderen machen mit dem iPhone 16 Pro als refurbished Gerät nichts falsch.

Der Janado-Tipp

Das iPhone 16 Pro ist 2026 der starke Mittelweg: Es hat alle Features, die das iPhone 15 Pro vermisst (4K/120fps, Tone Control, Camera Control, besserer Akku), und kostet refurbished deutlich weniger als ein neues iPhone 17 Pro. Für Nutzer, die kein Flaggschiff zum Neupreis brauchen, aber auf aktuelle Apple Intelligence Features und eine spürbar bessere Kamera als beim iPhone 15 Pro nicht verzichten wollen, ist es die logische Wahl.

Wer noch etwas mehr sparen möchte und auf 4K/120fps verzichten kann, schaut sich das iPhone 15 Pro bei Janado → an. Wer die neuesten Specs und das neue Design will, greift zum iPhone 17 Pro bei Janado →.

FAQ

Lohnt sich das Upgrade vom iPhone 13 oder 14 auf das iPhone 16 Pro? Ja, deutlich. Der Sprung umfasst ProMotion-Display, 5x Telezoom, 4K/120fps Video, Apple Intelligence und einen spürbar besseren Akku. Wer zwei oder mehr Generationen überspringt, merkt den Unterschied sofort.

iPhone 15 Pro oder iPhone 16 Pro gebraucht: Was lohnt sich mehr? Das iPhone 16 Pro, wenn Kameraqualität und 4K/120fps wichtig sind. Das iPhone 15 Pro, wenn vor allem gespart werden soll. Der Preisunterschied refurbished beträgt aktuell rund 150 bis 200 Euro.

Wie heiß wird das iPhone 16 Pro im Alltag? Das Überhitzungsproblem betrifft das iPhone 15 Pro leicht stärker als das iPhone 16 Pro, wobei das auch da inzwischen mit iOS 26 größtenteils behoben wurde. Im normalen Alltag ist Wärme beim iPhone 16 Pro kein Thema. Bei intensivem Gaming über längere Zeit kann das Gerät warm werden, das beeinträchtigt die Nutzung aber nicht.

Unterstützt das iPhone 16 Pro Apple Intelligence vollständig? Ja. Das iPhone 16 Pro war das erste iPhone, das von Grund auf für Apple Intelligence gebaut wurde, mit A18 Pro Chip und 8 GB RAM.