AirTag 2 im Test: Lohnt sich der Kauf der neuen Generation?

AirTag 2 im Test: Lohnt sich der Kauf der neuen Generation?

Fast fünf Jahre nach dem ersten AirTag bringt Apple eine zweite Generation. Optisch hat sich praktisch nichts getan. Größe, Form und Aufbau sind identisch geblieben. Wer den AirTag 2 neben das Vorgängermodell legt, erkennt keinen Unterschied.

Das ist kein Zufall. Apple hat beim AirTag 2 bewusst kein neues Produkt erfunden, sondern das bestehende Konzept gezielt verbessert. Der Fokus liegt klar auf der Alltagstauglichkeit.

Zusammengefasst hat das AirTag:

  • gleiches Design

  • gleiche Idee

  • bessere Technik im Inneren

Die bekannten Stärken bleiben

Alles, was den AirTag bisher so beliebt gemacht hat, ist auch bei der zweiten Generation unverändert dabei. Das betrifft vor allem die Basics, die im Alltag zählen.

Was bleibt gleich:

  • schnelle Einrichtung über das iPhone

  • Integration ins „Wo ist?“-Netzwerk

  • Nutzung ohne Abo oder Folgekosten

  • austauschbare CR2032-Batterie mit rund einem Jahr Laufzeit

  • AirTags lassen sich mit Familie oder Freunden teilen

Das AirTag lebt weiterhin davon, dass er im Hintergrund arbeitet. Keine App, die man aktiv öffnen muss. Kein Konto, das gepflegt werden will. Man merkt erst, wie hilfreich er ist, wenn etwas fehlt.

Mehr Reichweite, lauteres Signal: der größte Unterschied

Die spürbaren Verbesserungen stecken im Inneren. Laut dem Hands-on von 9to5Mac hat Apple vor allem an zwei Punkten angesetzt.

Die wichtigsten Upgrades:

  • deutlich größere Bluetooth-Reichweite

  • verbesserter Ultra-Wideband-Chip für Precision Finding

  • hörbar lauteres akustisches Signal

In der Praxis macht das einen echten Unterschied. Während das erste AirTag in größeren Wohnungen oder über mehrere Räume hinweg schnell an seine Grenzen kam, lässt sich das AirTag 2 schneller orten. Das gilt besonders für die präzise Suche mit Richtungsanzeige.

Precision Finding fühlt sich dadurch nicht mehr wie ein nettes Extra an, sondern wie eine Funktion, die man tatsächlich nutzt. Gerade in Innenräumen oder wenn ein Gegenstand nicht offen sichtbar liegt, spart das Zeit und Nerven.

Precision Finding auf der Apple Watch & Zubehör

Neu ist, dass sich Precision Finding mit dem AirTag 2 auch direkt über die Apple Watch nutzen lässt. Klingt praktisch, ist in der Umsetzung aber noch nicht ganz rund.

Was gut ist:

  • Suche ohne iPhone möglich

  • funktioniert mit neueren Apple-Watch-Modellen

  • hilfreich, wenn das iPhone gerade nicht griffbereit ist

Was noch hakt:

  • kürzere Reichweite als mit dem iPhone

  • Precision Finding muss über ein eigenes Control-Center-Widget gestartet werden

  • bei mehreren AirTags wird es schnell unübersichtlich

Softwareseitig fühlt sich das Ganze noch etwas unfertig an. Hier dürfte Apple mit Updates nachlegen.

Am grundsätzlichen AirTag-Problem ändert sich außerdem nichts:
Auch der AirTag 2 hat keine integrierte Befestigung. Schlüsselanhänger, Schlaufen oder Cases bleiben Pflicht. Immerhin bleiben alle bisherigen Halter kompatibel.

Preise in Deutschland: So teuer ist das AirTag 2

Apple bleibt preislich auf bekanntem Niveau. In Deutschland gelten aktuell folgende Preise:

  • 1er-Pack: 35,00 €

  • 4er-Pack: 119,00 €

Das Einzel-AirTag eignet sich gut für einen konkreten Zweck, etwa Schlüssel oder Geldbörse. Wer mehrere Gegenstände absichern will, fährt mit dem Viererpack etwas günstiger.

Fazit: Lohnt sich das AirTag 2?

Das AirTag 2 ist kein radikales Upgrade, aber ein spürbar besserer Tracker. Vor allem die größere Reichweite und das lautere Signal machen die Handhabung im Alltag einfacher. Precision Finding wird dadurch erstmals wirklich zuverlässig nutzbar.

Das AirTag 2 lohnt sich vor allem für:

  • neue Käufer ohne bisherigen AirTag

  • Nutzer, die Precision Finding regelmäßig verwenden

  • größere Wohnungen, Häuser oder Büros

Wer bereits ein AirTag der ersten Generation nutzt und meist nur den Ton abspielt, muss nicht zwingend wechseln. Für alle anderen ist das AirTag 2 die aktuell rundeste Version von Apples Tracker.

Unauffällig, zuverlässig und tief ins Apple-Ökosystem integriert. Genau das, was man von einem AirTag erwartet.