Kurz beantwortet: Der Aufpreis zu den AirPods Pro 3 lohnt sich für alle, die aktive Geräuschunterdrückung, lange Akkulaufzeit oder den Herzfrequenzsensor wirklich nutzen wollen. Wer einfach zuverlässige Alltags-Kopfhörer sucht, ist mit den günstigeren AirPods 5 bestens bedient.
Apple hat im September 2026 gleich zwei neue AirPods-Generationen ins Rennen geschickt, passend zum iPhone 18 Pro und der neuen Apple-Watch-Reihe. Die AirPods 5 lösen die AirPods 4 als Einstiegsmodell ab und bringen zum ersten Mal aktive Geräuschunterdrückung serienmäßig mit. Die AirPods Pro 3 sind dagegen schon seit einigen Monaten im Handel und bleiben weiterhin Apples Kopfhörer-Flaggschiff.
Wer jetzt neue AirPods sucht, steht vor einer klaren Entscheidung: Reicht das günstigere Einstiegsmodell, oder lohnt sich der Aufpreis von rund 80 bis 100 Euro zur Pro-Variante? Der direkte Vergleich zeigt, wo die Unterschiede wirklich zählen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die AirPods 5 starten bei 149 Euro, mit kabellosem Ladecase bei 169 Euro. Die AirPods Pro 3 kosten 249 Euro.
- Beide Modelle laufen mit dem gleichen H2-Chip, aber nur die Pro 3 nutzen Silikon-Ohrstöpsel mit Abdichtung für spürbar stärkere Geräuschunterdrückung.
- Die AirPods Pro 3 haben einen Herzfrequenzsensor für Workouts, die AirPods 5 nicht.
- Live-Übersetzung gibt es inzwischen bei beiden Modellen, nicht mehr nur bei der Pro-Variante.
- Mit aktivierter Geräuschunterdrückung halten die Pro 3 bis zu 8 Stunden durch, die AirPods 5 bis zu 5 Stunden.
- Beide Modelle sind mit IP57 vor Staub, Schweiß und Wasser geschützt.
- Für die meisten Alltagsnutzer reichen die AirPods 5, Vielpendler und Sportlerinnen profitieren stärker von der Pro-Variante.
| AirPods 5 | AirPods Pro 3 | |
|---|---|---|
| Preis | ab 149 Euro | 249 Euro |
| Chip | H2 | H2 |
| Geräuschunterdrückung | Ja, offenes Design | Ja, deutlich stärker durch Ohrstöpsel |
| Akku mit ANC | bis zu 5 Std. | bis zu 8 Std. |
| Herzfrequenzsensor | Nein | Ja |
| Live-Übersetzung | Ja | Ja, 10 Sprachen |
| Wasserfestigkeit | IP57 | IP57 |
Geräuschunterdrückung: Wer blockt mehr Lärm?
Die größte Neuerung bei den AirPods 5 ist die verbesserte aktive Geräuschunterdrückung selbst. Laut Apple blockiert die neue Akustikarchitektur bis zu 50 Prozent mehr Außenlärm als bei den AirPods 4.
Der Haken (oder für manche auch ein Vorteil, falls sie der Silikonaufsatz stört): Die AirPods 5 sitzen offen im Ohr, ohne Silikon-Ohrstöpsel. Ohne physische Abdichtung kann selbst gute Software nur einen Teil des Lärms herausrechnen. Die AirPods Pro 3 setzen dagegen auf fünf Ohrstöpselgrößen mit echter Abdichtung, wodurch die Geräuschunterdrückung laut Tom's Guide bis zu dreimal stärker ausfällt. Wer im Großraumbüro oder im Flugzeug absolute Ruhe sucht, kommt an den Pro 3 kaum vorbei, für trotzdem sind die AirPods 5 nicht zu unterschätzen.
Gewinner: AirPods Pro 3.
Klang und Akustik: Wer klingt besser?
Beide Modelle profitieren vom gleichen H2-Chip und einem überarbeiteten Adaptive EQ, das den Klang automatisch an die Ohrform anpasst. Bei den AirPods 5 sorgt eine neu gestaltete Akustikarchitektur für satteren Bass und klarere Höhen als bei den AirPods 4.
Trotzdem bleibt der offene Sitz ein limitierender Faktor: Ohne Abdichtung im Gehörgang gehen tiefe Frequenzen leichter verloren, und Umgebungsgeräusche mischen sich in die Musik. Die AirPods Pro 3 liefern dank der Ohrstöpsel den detailreicheren, druckvolleren Klang, auch wenn die AirPods 5 für ihren Preis erstaunlich ausgewogen klingen.
Gewinner: AirPods Pro 3, mit kleinerem Abstand als bei der Geräuschunterdrückung.
Passform und Tragekomfort
Die AirPods 5 setzen weiterhin auf das offene, stiftförmige Design ohne Ohrstöpsel. Das eignet sich gut für kurze Einheiten, weil nichts drückt und die Ohren belüftet bleiben. Wer aber AirPods schon einmal beim Joggen verloren hat, kennt die Schwäche: Ohne Abdichtung sitzen sie nie ganz sicher.
Die AirPods Pro 3 kommen mit fünf Ohrstöpselgrößen von XXS bis L und passen sich individueller an. Die In-Ear-Erkennung merkt zuverlässiger, wenn ein Ohrstöpsel herausrutscht, und pausiert automatisch die Wiedergabe. Wer einen abgedichteten Sitz möchte, aber sparen will, findet mit älteren Versionen wie den AirPods Pro 2021 ebenfalls eine solide Option.
Gewinner: AirPods Pro 3 bei Sicherheit und Individualität, AirPods 5 bei Komfort für kürzere Sessions.
Zusatzfeatures: Gesundheit, Übersetzung und mehr
Hier zeigt sich der deutlichste Unterschied. Die AirPods Pro 3 haben laut Apple einen Herzfrequenzsensor, der beim Workout Trainingsmetriken mitverfolgt, dazu eine Hörtest- und Hörgerätefunktion für Menschen mit leichter bis moderater Hörminderung.
Live-Übersetzung war lange ein Alleinstellungsmerkmal der Pro-Modelle, inzwischen steht sie aber auch den AirPods 5 zur Verfügung, sofern ein iPhone mit Apple Intelligence gekoppelt ist. Die Pro 3 unterstützen laut Hersteller zehn Sprachen, Deutsch inklusive. Wer die AirPods als Trainingsbegleiter oder Hörhilfe nutzen möchte, bekommt bei den Pro 3 spürbar mehr fürs Geld, wer nur Musik hört und telefoniert, verzichtet bei den AirPods 5 auf nichts Wesentliches.
Gewinner: AirPods Pro 3.
Akkulaufzeit im Vergleich
Mit aktivierter Geräuschunterdrückung halten die AirPods 5 laut offiziellen Apple-Spezifikationen bis zu 5 Stunden durch, mit Ladecase zusammen bis zu 22 Stunden. Die AirPods Pro 3 kommen mit ANC auf bis zu 8 Stunden und mit Case auf bis zu 24 Stunden. Der Unterschied von rund drei Stunden pro Ladung macht sich im Alltag bemerkbar, etwa auf langen Flügen oder im Homeoffice ohne Ladecase in Reichweite.
Gewinner: AirPods Pro 3.
Preis: Was kosten AirPods 5 und AirPods Pro 3?
Die AirPods 5 starten bei 149 Euro, mit kabellosem Ladecase kosten sie 169 Euro. Die AirPods Pro 3 kosten 249 Euro, der Aufpreis liegt also bei 80 bis 100 Euro, rund der halbe Neupreis der AirPods 5 obendrauf.
Für dieses Geld gibt es deutlich stärkere Geräuschunterdrückung, mehr Akkulaufzeit, den Herzfrequenzsensor und die individuellere Passform. Wer eines dieser Features gezielt braucht, rechtfertigt sich der Aufpreis von selbst. Wer nur zuverlässige neue AirPods ohne Schnickschnack sucht, spart mit den AirPods 5 bares Geld. Einen Überblick über weitere Modelle liefert die Kopfhörer-Auswahl bei Janado.
Gewinner: AirPods 5, wenn es rein um den Preis geht.
Fazit: Wer sollte welches Modell kaufen?
Die AirPods 5 ein Einstiegsmodell mit deutlich verbesserter aktiver Geräuschunterdrückung. Wer vor allem Musik hört, telefoniert und gelegentlich Störgeräusche ausblenden möchte, ist damit für deutlich weniger Geld bestens bedient.
Die AirPods Pro 3 richten sich an alle, die täglich pendeln, regelmäßig Sport treiben oder die Übersetzungs- und Gesundheitsfunktionen wirklich nutzen. Kurz gesagt: Der Aufpreis lohnt sich für alle, die ANC, Akkulaufzeit oder die Gesundheitsfeatures aktiv nutzen. Wer nur ein solides Alltags-Headset sucht, kommt mit den AirPods 5 genauso gut ans Ziel.
Haben die AirPods 5 jetzt aktive Geräuschunterdrückung?
Ja. Das Einstiegsmodell bietet aktive Geräuschunterdrückung, laut Apple mit bis zu 50 Prozent mehr Lärmreduktion als bei den AirPods 4. Wegen des offenen Sitzes ohne Ohrstöpsel bleibt die Wirkung aber schwächer als bei den AirPods Pro 3.
Lohnt sich der Aufpreis zu den AirPods Pro 3?
Für alle, die starke Geräuschunterdrückung, mehr Akkulaufzeit oder den Herzfrequenzsensor nutzen wollen, ja. Für reines Musikhören und Telefonieren im Alltag reichen die günstigeren AirPods 5 meist völlig aus.
Können die AirPods 5 die Herzfrequenz messen?
Nein. Der Herzfrequenzsensor bleibt den AirPods Pro 3 vorbehalten. Die AirPods 5 bieten dafür inzwischen ebenfalls Live-Übersetzung, sofern ein iPhone mit Apple Intelligence gekoppelt ist.
Was ist der größte Unterschied bei der Passform?
Die AirPods 5 sitzen offen im Ohr ohne Silikon-Ohrstöpsel, die AirPods Pro 3 kommen mit fünf Ohrstöpselgrößen für eine abgedichtete, individuellere Passform und eine zuverlässigere In-Ear-Erkennung.
Der Janado-Tipp
Die AirPods 5 sind gerade erst auf den Markt gekommen, entsprechend selten taucht Occasion bislang auf. Bei den AirPods Pro 3 sieht das schon anders aus: Sie sind bei Janado bereits Refurbished erhältlich, unter anderem in den Zuständen „Gut" und „Sehr gut", für deutlich weniger als den Neupreis von 249 Euro. Wer sich für die Pro-Variante entschieden hat, spart hier bares Geld, ohne auf Geräuschunterdrückung, Herzfrequenzsensor oder Live-Übersetzung zu verzichten: refurbished kaufen AirPods Pro 3.
Wer sich eher für die Standard-Variante entscheidet, findet mit den AirPods 4 ANC eine Alternative der Vorgängergeneration, günstiger als die AirPods 5. Und wer ganz genügsam ist, findet mit den Refurbished AirPods der 2. Generation ein noch günstigeres Einstiegsmodell.






