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Apple CarPlay Ultra verspricht nicht weniger als die totale Kontrolle: Dein iPhone spiegelt nicht mehr nur Apps auf einen kleinen Bildschirm, sondern übernimmt das komplette Cockpit: vom Tacho bis zur Klimaanlage. Doch während die Vision seit 2022 steht, ist die Umsetzung zäh. Ein aktueller Bericht von MacRumors bringt nun neue Bewegung in die Sache. Wir verraten dir, wer 2026 wirklich dabei ist.
Die Exklusiv-Falle: Bisher nur für Superreiche
Bisher war CarPlay Ultra ein Spielzeug für die obersten Zehntausend. Wie MacRumors treffend feststellt, ist das System aktuell fast ausschließlich auf die neuesten Luxusschlitten von Aston Martin (wie den DB12 oder Vanquish) beschränkt. Fast neun Monate nach dem offiziellen Start ist die "Revolution" auf den Straßen kaum zu sehen.
Die Wende: Hyundai und Kia bringen "Ultra" in den Mainstream
Die wichtigste Nachricht für 2026 kommt von Mark Gurman (Bloomberg): In der zweiten Jahreshälfte soll CarPlay Ultra endlich den Sprung in normale Serienfahrzeuge schaffen.
Ganz oben auf der Liste stehen Hyundai und Kia. Branchenkenner spekulieren bereits, dass der neue, für April erwartete Hyundai IONIQ 3 das erste massentaugliche Auto mit der tiefen Apple-Integration werden könnte. Auch die Luxus-Tochter Genesis ist fest für 2026 eingeplant.
Wer spielt mit und wer erteilt Apple eine Absage?
Nicht jeder Autohersteller ist bereit, Apple das Design seines Armaturenbretts zu überlassen. Hier ist der aktuelle Status der wichtigsten Marken laut den neuesten Berichten:
| Marke | Status | Info |
| Aston Martin | ✅ Ja | Bereits in neuen Modellen wie dem DB12 verfügbar. |
| Hyundai / Kia | ⏳ Bald | Startet voraussichtlich Ende 2026 (z. B. im IONIQ 3). |
| Genesis | ⏳ Bald | Apple-Partner; Einführung für Ende 2026 geplant. |
| Porsche | 🛠️ Offen | Arbeitet noch an der Integration; Termin unbekannt. |
| Tesla | ❌ Nein | Plant nur das normale CarPlay, kein Ultra. |
| BMW / Mercedes | ❌ Nein | Setzen auf eigene Systeme statt auf Apple Ultra. |
| Audi / VW | ❌ Nein | Aktuell keine Unterstützung für Ultra geplant. |
| Volvo / Polestar | ❌ Nein | Nutzen Google (Android Automotive) im Cockpit. |
| Ford / Renault | ❌ Nein | Haben sich gegen die Ultra-Einführung entschieden. |
| GM (Chevrolet/GMC) | ❌ Nein | Schaltet CarPlay in neuen E-Autos komplett ab. |
Der Hardware-Check: Ist dein iPhone "Ultra-ready"?
CarPlay Ultra braucht deutlich mehr Power als das klassische CarPlay, da es mehrere hochauflösende Bildschirme gleichzeitig befeuert. Das bedeutet:
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Hardware: Du brauchst mindestens ein iPhone 12 oder neuer.
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Software: Ohne iOS 18.5 (oder höher) geht nichts. Ältere Geräte wie das iPhone 11 oder XR unterstützen zwar das gewohnte CarPlay, können die tiefen Cockpit-Funktionen von "Ultra" aber technisch nicht leisten.
Wichtig für dich: Läuft CarPlay Ultra auch in Deutschland?
Obwohl der Rollout im Mai 2025 in Nordamerika begann, ist CarPlay Ultra mittlerweile auch auf deutschen Straßen angekommen – sofern man das nötige Kleingeld für einen Aston Martin hat. Die gute Nachricht: Die Software ist vollständig lokalisiert. Sobald also Hyundai und Kia Ende 2026 ihre ersten kompatiblen Modelle wie den IONIQ 3 nach Deutschland bringen, wird das System hierzulande direkt ab Werk auf Deutsch und mit allen lokalen Karten-Features einsatzbereit sein.
Fazit: Lohnt sich das Warten?
CarPlay Ultra ist die Zukunft, aber sie lässt auf sich warten. Wer heute ein Auto kauft, sollte sich nicht allein auf Software-Versprechen verlassen, die oft Jahre später eintreffen.
Unser Tipp: Wenn du das Maximum aus deinem aktuellen Auto herausholen willst, ist ein Upgrade deines iPhones oft der schlauere Weg. Ein refurbished iPhone 13 oder 14 bietet dir genug Leistung für das beste CarPlay-Erlebnis von heute – und macht dich startklar für die "Ultra"-Ära, sobald sie in bezahlbaren Modellen wie dem IONIQ 3 wirklich ankommt.






