Seit Jahren ist der Apple Mac Pro Apples leistungsstärkster Desktop. Gleichzeitig ist es auch das Produkt, bei dem sich viele fragen, wie lange Apple ihn überhaupt noch weiterführt. Die letzte Aktualisierung liegt bereits einige Zeit zurück und genau deshalb suchen aktuell viele nach einer klaren Antwort auf eine einfache Frage: Kommt 2026 ein neuer Mac Pro oder nicht?
Ein aktueller Bericht von MacRumors liefert dazu eine eher ernüchternde Einschätzung.
Aktueller Stand: Der Mac Pro ist nicht Apples Priorität
Nach Informationen aus Branchenkreisen gilt der Mac Pro bei Apple derzeit als nachrangig. Besonders deutlich wird das an der Ausrichtung der kommenden High-End-Chips. Zwar arbeitet Apple an einem neuen Ultra-Chip der nächsten Generation, dieser soll aber nicht im Mac Pro landen.
Stattdessen rückt ein anderes Produkt immer stärker in den Fokus: der Mac Studio. Apple scheint ihn intern als den eigentlichen High-End-Desktop zu betrachten und entsprechend weiterzuentwickeln.
Welcher Chip steckt im aktuellen Mac Pro und wie leistungsstark ist er?
Der aktuelle Mac Pro setzt weiterhin auf den M2 Ultra. Inzwischen bietet Apple mit dem M3 Ultra jedoch bereits einen leistungsstärkeren Chip an, der ausschließlich im Mac Studio zum Einsatz kommt. Damit ist der Mac Pro aktuell nicht mehr Apples schnellster Mac.
Außerdem hat sich Apples Chip-Portfolio seit der Einführung des M2-Ultra deutlich weiterentwickelt. Im Jahr 2025 wurde der M5-Chip vorgestellt, der in vielen aktuellen Macs wie dem MacBook Pro, iPad Pro oder Apple Vision Pro für deutlich höhere Leistung und moderne KI-Funktionen sorgt. Darüber hinaus ist für 2026 ein M5 Ultra-Chip im Mac Studio geplant, der mutmaßlich nochmals oberhalb des M3 Ultra angesiedelt sein wird.
Im Vergleich dazu wirkt der M2 Ultra im Mac Pro inzwischen weniger zeitgemäß, vor allem da die leistungsstärkeren oder weiterentwickelten Chips aktuell in anderen Modellen zum Einsatz kommen. Genau das ist einer der Gründe, warum ein neues Mac Pro-Update mit moderner Chip-Architektur 2026 nicht sicher scheint.
Warum der Mac Studio den Mac Pro verdrängt
Technisch hat sich das Kräfteverhältnis in den letzten Jahren deutlich verschoben. Der aktuelle Mac Studio bietet bereits:
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mehr CPU- und GPU-Leistung
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deutlich höhere maximale Arbeitsspeicher-Konfigurationen (512 GB vs. 192 GB)
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mehr unterstützte Displays, inklusive mehrerer 8K-Monitore
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modernere Schnittstellen, darunter Thunderbolt 5
In vielen Konfigurationen ist der Mac Studio leistungsstärker als der Mac Pro, dabei kompakter, leiser und günstiger. Für die meisten professionellen Workflows gibt es dadurch kaum noch Argumente für den klassischen Tower.
Der einzige echte Vorteil des Mac Pro
Trotzdem hat der Mac Pro nach wie vor einen klaren Unterschied. Er bietet PCIe-Erweiterungssteckplätze. Für spezialisierte Setups wie:
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professionelle Video-Capture-Karten
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spezielle Audio-Hardware
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dedizierte Produktions-Interfaces
ist das weiterhin relevant. Genau diese Zielgruppe ist aber sehr klein. Für klassische Kreativ-Workflows, Softwareentwicklung oder Motion Design reicht der Mac Studio inzwischen mehr als aus.
Ein Blick zurück: Apples schwierige Mac-Pro-Geschichte
Dass Apple mit dem Mac Pro hadert, ist kein neues Thema. Das bekannteste Beispiel ist das Modell von 2013, oft als „Trashcan“ bezeichnet. Es setzte stark auf Design (das eben wie ein schicker Mülleimer aussah), ließ aber kaum Raum für Erweiterungen. Für viele Pro-Nutzer war das ein Fehlgriff.
2019 folgte die Kehrtwende mit einem modularen Mac Pro im klassischen Tower-Design. Doch auch dieses Modell konnte langfristig nicht verhindern, dass Apple den Fokus immer stärker auf kompaktere Systeme legte.
Was bedeutet das konkret für 2026?
Auf Basis der aktuellen Berichte lässt sich die Frage relativ klar beantworten:
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Für 2026 ist kein signifikanter neuer Mac Pro zu erwarten.
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Apple investiert seine leistungsstärksten Chips aktuell in den Mac Studio.
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Eine Einstellung des Mac Pro ist möglich, aber bislang nicht offiziell bestätigt.
Apple verkauft den Mac Pro weiterhin. Solange er im Sortiment bleibt, ist eine spätere Rückkehr nicht ausgeschlossen. Realistisch betrachtet deutet aktuell aber wenig darauf hin, dass 2026 das Jahr eines neuen Mac Pro wird.
Für wen lohnt es sich, jetzt abzuwarten?
Abwarten lohnt sich nur für sehr spezielle Nutzer. Wer zwingend interne Erweiterungskarten benötigt, kommt am Mac Pro kaum vorbei. Alle anderen fahren mit einem Mac Studio oder leistungsstarken MacBooks deutlich entspannter.
Gerade mit Blick auf kommende Chip-Generationen dürfte der Leistungsabstand eher größer als kleiner werden.
In eigener Sache
Eine pragmatische Alternative: leistungsstarke Macs refurbished
Wenn kein neuer Mac Pro kommt, stellt sich für viele automatisch die nächste Frage: Welcher Mac ist aktuell die sinnvollste Wahl?
Bei Janado finden sich eine große Auswahl an professionellen MacBooks, geprüft und hochwertig aufbereitet. Für viele Anwendungsfälle sind refurbished Geräte eine clevere Lösung, um sofort produktiv zu arbeiten und dabei deutlich unter dem Neupreis zu bleiben.
Gerade wenn unklar ist, wie sich Apples Desktop-Strategie weiterentwickelt, kann das eine entspannte und wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung sein.






