Es kam mit Ansage, und trotzdem ist der Schock in der Tech-Welt riesig: Apple hat die Preise im Online-Store drastisch nach oben geschraubt. Betroffen sind fast alle iPads, MacBooks und Mac-Modelle. Wer gehofft hat, dass der Kelch an Europa vorbeigeht, wird bitter enttäuscht – im Euroraum schlägt die Preisanpassung richtig hart ein.
Als Grund nennt Apple-Chef Tim Cook eine weltweite „Jahrhundertflut“ bei den Komponentenkosten: Der globale KI-Boom verschlingt unzählige Speicherbausteine, wodurch die Preise für RAM und SSDs regelrecht explodiert sind. Doch während Apple diese Teuerung nun im offiziellen Store – übrigens auch für hauseigene Refurbished-Geräte – eins zu eins an die Endkunden weitergibt, öffnet sich auf dem freien Markt für smarte Käufer eine riesige Chance.
Die Devise lautet ab jetzt: Antizyklisch und clever einkaufen. Schauen wir uns an, wo Apple den Bogen überspannt hat, wo es am meisten wehtut und wie du der Preisspirale entkommst.
Die Euro-Preistabelle: Wo schlägt die Teuerung am härtesten ein?
Um den wahren Frustfaktor zu verstehen, reicht ein Blick auf die reinen Zahlen oft nicht aus. Erst die prozentuale Steigerung und die Einordnung des „Schmerzfaktors“ zeigen, wo der Neukauf zur echten Budget-Falle wird:
| Produktlinie | Alter Preis | Neuer Preis | Aufpreis | Steigerung | Schmerzfaktor & Einordnung |
| Apple TV 4K | 169 € | 229 € | +60 € | +35,5 % |
Extrem hoch! Altes Gerät aus 2022 wird ohne Hardware-Upgrade plötzlich zum Luxus-Streamer. |
| iPad (Basismodell) | 379 € | 499 € | +120 € | +31,6 % | Extrem hoch! Über 30 % Aufschlag für veraltete Technik kurz vor dem erwarteten Generationswechsel. |
| iPad Air 11″ | 649 € | 799 € | +150 € | +23,1 % |
Sehr hoch! Die wichtige 800-Euro-Marke für das "Mittelklasse"-Tablet ist damit geknackt. |
| iPad Pro 11″ | 1.099 € | 1.299 € | +200 € | +18,2 % |
Hoch. Pro-Hardware wird zum echten Luxusgut, ohne dass sich an der Leistung etwas ändert. |
| MacBook Air 13″ | 1.199 € | 1.399 € | +200 € | +16,7 % |
Hoch. Der absolute Standard-Laptop für Studenten und Office rutscht tiefer ins Premium-Segment. |
| HomePod mini | 109 € | 139 € | +30 € | +27,5 % |
Spürbar. Klingt nach wenig, ist prozentual aber ein heftiger Aufschlag für einen kleinen Speaker. |
| MacBook Pro 14″ | 1.899 € | 2.199 € | +300 € | +15,8 % |
Spürbar. Für Profis ärgerlich, im B2B-Bereich aber oft als Investition verschmerzbar. |
| MacBook Neo | 699 € | 799 € | +100 € | +14,3 % |
Moderat. Der Einstieg ist zwar teurer, bleibt aber im Vergleich noch im vertretbaren Rahmen. |
| Apple Vision Pro | 3.699 € | 3.999 € | +300 € | +8,1 % |
Gering. Wer ohnehin fast 4.000 € für ein Nischen-Gadget ausgibt, den schockieren auch die 300 € mehr nicht. |
Die vier größten Apple-Absurditäten: Hier tut es besonders weh
Es gibt Kategorien, bei denen Apple-Fans aktuell nur noch ungläubig den Kopf schütteln können. Hier verliert die Hardware stark an Attraktivität:
1. Das Basis-iPad: Die größte Preisfalle im Lineup
Das normale Basis-iPad war jahrelang der ungeschlagene Einstiegskönig für Schule und Alltag. Mit dem Sprung von 379 € auf stolze 499 € (ein Plus von über 31 %) reißt Apple diese Brücke komplett ab.
Das Absurde: Ein Hardware-Update steht ohnehin bald an, aber das aktuelle Modell schleppt noch den alten Chip mit sich herum, der nicht einmal Apple Intelligence (Apples neue KI) unterstützt. Wer dann noch mehr Speicher als die mageren Basis-Gigabyte braucht, wird bei den ohnehin unverschämten Speicher-Upgrades von Apple jetzt komplett zur Kasse gebeten. Für ein Tablet, das bald zum "alten Eisen" gehört, ist das kaum zu rechtfertigen.
Aber: Wer einfach nur ein normales Tablet zum Streamen und Surfen gebraucht hat, dem haben wir dieses Modell bisher empfohlen – als es noch neu 379€ gekostet hat. Mehr dazu in unserem Kaufratgeber.
2. Das iPad Air: Die schmerzhafte 800-Euro-Grenze
Besonders beim iPad Air 11″ zieht Apple die Daumenschrauben an. Ein Sprung von 649 € auf 799 € reißt ein tiefes Loch in die Kasse von Familien und Studierenden. Zusammen mit dem teureren Basis-iPad verliert Apple damit im Tablet-Bereich endgültig sein wichtigstes Verkaufsargument: die bezahlbare Mittelklasse.
3. Der Apple TV 4K: Ein altbackenes Gadget wird zum Luxus-Modell
Der absolute Spitzenreiter beim prozentualen Aufschlag ist der Apple TV 4K. Das aktuelle Modell stammt aus dem Jahr 2022. Während die gesamte Tech-Community sehnsüchtig auf ein echtes Hardware-Update wartet, erhöht Apple für das vier Jahre alte Gerät einfach mal den Preis von 169 € auf 229 €.
4. Der MacBook-Klassiker rutscht ab
Das MacBook Air 13″ ist der weltweite Standard für mobiles Arbeiten. Dass dieses Gerät nun standardmäßig 1.399 € statt 1.199 € kostet, schmerzt die breite Masse der Nutzer. Während die Erhöhung beim neuen MacBook Neo (ab 799 €) noch halbwegs moderat ausfällt, ist das Air damit endgültig aus dem klassischen Consumer-Budget gerutscht.
Die kluge Gegenstrategie: 1–2 Generationen zurückgehen
Niemand kann vorhersagen, wie sich die Preise auf dem gesamten Markt in den nächsten Monaten entwickeln werden. Fest steht aber: Wer jetzt stur das allerneueste Modell im offiziellen Store kauft, zahlt den maximalen Aufschlag für oft minimale Hardware-Upgrades.
Der absolute Preis-Leistungs-Sweetspot liegt aktuell bei Geräten, die 1 bis 2 Generationen zurückliegen.
Ein MacBook Air mit M2- oder M3-Chip oder ein iPad Air der Vorgängergeneration bieten für 95 % aller Office-, Web- und Kreativ-Anwendungen auch heute noch eine absolut rasant schnelle Performance. Im Refurbished-Markt sind diese Geräte aktuell der beste Schutz gegen die Teuerung, da sie den künstlichen "Cook-Aufschlag" galant umgehen.
Der Blick nach vorn: Das iPhone-Gewitter im September
Wer glaubt, dass zumindest das Smartphone sicher ist, wiegt sich vermutlich in falscher Sicherheit. Zwar hat Apple die aktuellen iPhone-Preise bei dieser Welle unberührt gelassen – doch das dürfte nur die Ruhe vor dem Sturm sein.
Branchen-Insider erwarten spätestens mit dem Release der neuen iPhone 18 Pro Generation im kommenden September auch im Smartphone-Segment spürbare Preissteigerungen. Wer also mit dem Gedanken spielt, sein Setup zu modernisieren, sollte nicht warten, bis die Teuerungswelle die nächste Produktkategorie erfasst.
Unser Fazit: Werde zum smarten Konsumenten
Wenn die Hardware-Preise aufgrund von weltweiten Rohstoffkrisen steigen, müssen wir als Konsumenten einfach ein Stück smarter werden.
Wenn du ein iPad für die Uni, ein MacBook fürs Homeoffice oder einen Streaming-Player für das Wohnzimmer brauchst, lautet die Devise: Weiche der Preiserhöhung gezielt aus und setze auf Refurbished!
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